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Jakob Krais: Geschichte als Widerstand

Geschichtsschreibung und nation-building in Qaḏḏāfīs Libyen

Jakob Krais: Geschichte als Widerstand

Jakob Krais: Geschichte als Widerstand

 

Das Buch basiert auf der von 2010 bis 2014 von Jakob Krais an der BGSMCS verfassten Dissertation.

 

Inhaltsangabe:
Libyen  wird  oft  als  eine  Art  „zufällige Nation“ beschrieben. Dennoch gibt es Versuche,  eine  einheitliche, chronologische Geschichte von der Antike bis in die Gegenwart  zu  formulieren.  1978 entstand  unter  Qaḏḏāfī ein eigenes Forschungszentrum – das Libyan  Studies  Centre  (LSC)  – zur  umfassenden  Neuschreibung der libyschen Nationalgeschichte als anti-kolonialer „Geschichte von unten“.

Die  vorliegende  Arbeit  geht  diesem Geschichtsbild nach. Sie  fragt  nach  der  Entstehung eines  libyschen Selbstbewusstseins im Spannungsfeld von arabischen und  berberischen,  maghrebinischen  und  afrikanischen,  muslimischen  und  mediterranen  Einflüssen. Sie fragt nach der Bedeutung des Widerstand gegen Fremdherrschaft für das nationale Geschichtsbild der LSC-Historiker – sei es nun gegen die Römer, Kreuzritter oder moderne Kolonialisten.

Darüber hinaus geht die Studie der Frage nach, was es heißt, Geschichte zu dekolonisieren –indem man versucht,  die Historiographie  vom  Einfluss  der  früheren  italienischen  Kolonialherren  zu  befreien.  Jenseits  des  konkreten  Falls interessiert  sie  sich  dafür, wie es heute gelingen kann, eine postkoloniale, anti-orientalistische  und  nicht eurozentrische  Geschichte zu schreiben.

 

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Bibliographische Angaben:

  • Krais, Jakob. 2016. Geschichte als Widerstand: Geschichtsschreibung und nation-building in Qaḏḏāfīs Libyen, Würzburg: Ergon.