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Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies

Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies

Die Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies (BGSMCS) wird von der Freien Universität Berlin (Sprecheruniversität), der Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Asien -und Afrikawissenschaften) sowie der außeruniversitären Forschungseinrichtung Leibniz-Zentrum Moderner Orient in Berlin getragen.

Die Graduate School widmet sich der inneren Vielfalt, historischen Wandelbarkeit und globalen Vernetzung islamisch geprägter Kulturen und Gesellschaften. Über den Mittleren Osten hinaus bezieht sie Asien und das subsaharische Afrika sowie die muslimische Diaspora in Europa und Nordamerika in ihr Forschungsprogramm ein. Die Wissenschaftler_innen untersuchen systematisch und vergleichend die Vielfalt dessen, was historisch und in der Gegenwart unter Islam verstanden wird. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem Neben-, Mit- und Gegeneinander von Muslimen und Nichtmuslimen und den Formen inter- und intrakultureller Kommunikation. 

Das dreijährige Studienprogramm beginnt im Oktober. Pro Jahrgang werden bis zu 15 Doktorandinnen und Doktoranden aufgenommen, von denen 10 ein Stipendium der Graduate School erhalten können.

In enger Vernetzung mit ihren Partnern im In- und Ausland bietet die Graduate School den Promovierenden eine intensive Betreuung ihrer individuellen Dissertationsprojekte und eine breit gefächerte, methodisch anspruchsvolle Ausbildung mit berufsvorbereitenden Elementen.

Seit Oktober 2008 wurden 132 Promovierende in das Promotionsprogramm der Graduate School aufgenommen; 54 von ihnen haben ihre Dissertation bis zum Herbst 2018 abgeschlossen. Die Gruppe der Promovierenden zeichnet sich durch ihre Internationalität und ausgewogene Genderbalance aus: Mehr als die Hälfte sind Frauen, knapp die Hälfte der Promovenden kommt aus dem Ausland.

Die Absolventinnen und Absolventen sind, sei es international oder national, überwiegend im akademischen Feld tätig; viele arbeiten in der kulturellen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit, in der Politikberatung oder in den Medien. Bereichert wird das Programm durch zahlreiche Postdoctoral Fellows und Visiting Scholars aus dem In- und Ausland, die in die Aktivitäten der Graduate School – Konferenzen, Vorträge und Blogs, Publikationen und Ausstellungen – intensiv eingebunden sind.

Im Jahr 2017 hat die Graduate School ihr programmatisches Profil erneuert: Das neue Forschungsprogramm trägt den Titel Dealing with Diversity in Islam: Texts, Objects, and Practices; im Mittelpunkt steht nun der Umgang mit Diversität, Differenz und Distinktion, seien sie religiös, kulturell, ethnisch, sozial, ökonomisch oder politisch definiert.

Dieser Umgang soll in der Vielfalt seiner Strategien und Einstellungen erforscht werden – von der offenen Bejahung über Aushandlung und Verschleierung bis zur expliziten Ablehnung. Ziel ist es, Diversität nicht als solche ins Zentrum zu rücken, sondern den Umgang damit.

Die Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies wurde ab 2007 aus den Mitteln der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder sowie der Freien Universität Berlin gefördert. Mit Auslaufen der Exzellenzförderung hat die Graduate School die Einstein Stiftung Berlin, die Gerda Henkel Stiftung und den Deutschen Akademischen Austauschdienst als Förderer für ihr Programm gewonnen. Die Freie Universität Berlin garantiert in den kommenden Jahren die Finanzierung der Geschäftsstelle. Damit sind die Grundlagen dafür geschaffen, dass die Graduate School ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen kann.


Die Graduate School Muslim Cultures and Societies wurde auch kurz in einem Beitrag über die Freie Universität Berlin in der Reihe "Hochschul-Visitenkarten" des Senders BR-Alpha portraitiert. Das Video finden Sie bei YouTube sowie auf der Homepage von ARD-alpha (ab 4:23)