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Britta Frede erhält Forschungspreis der Annemarie-Schimmel-Stiftung für Islamkunde

Die Erneuerung der Tiǧānīya in Mauretanien

Die Erneuerung der Tiǧānīya in Mauretanien

News vom 14.10.2015

 

Britta Frede, Postdoctoral Fellow an der BGSMCS, hat für ihre Doktorarbeit den Annemarie Schimmel-Preis erhalten. In ihrer Studie unter­suchte sie die Sozial- und Reli­gi­ons­ge­schichte der mauri­schen Tiǧānīya anhand der Analyse ihrer reli­giösen Theorie und Praxis sowie ihrer sozialen Orga­ni­sa­tion. Die Arbeit entstandt während ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum Moderner Orient (ZMO) zwischen 2006 und 2011. Sie erschien 2014 unter dem Titel "Die Erneuerung der Tiǧānīya in Mauretanien" im Klaus Schwarz Verlag in der Reihe ZMO-Studien.

 

In der Begründung der Stftung heißt es:

"Britta Fredes Dissertation ist eine Pionierarbeit, die historisch und systematisch in ein religiöses und soziales Milieu einführt, über das bisher kaum wissenschaftliche Studien vorliegen. Sie verbindet eine vorzügliche Kenntnis der sozialen und politischen Verhältnisse in Mauretanien mit einer sehr sensiblen Annäherung an die religiösen Vorstellungen und Praktiken einer sufischen Bruderschaft, die weit über Westafrika hinaus Bedeutung gewonnen hat. Frede macht die religiöse Erfahrungs- und Bildungsdimension der sufischen Massenbewegungen in Nord- und Westafrika im 20. Jahrhundert in ihrem Erweckungscharakter in sehr anschaulicher Weise deutlich. Ihr souveräner Umgang mit der Vielfalt der von ihr ausgewerteten Quellen, die gelungene Verbindung von sozialwissenschaftlichen und historisch-kritischen Ansätzen sowie die hervorragende visuelle Aufbereitung des erhobenen Materials verdienen großes Lob. Die Arbeit vermittelt zahlreiche Erkenntnisse, die für die Islamwissenschaft von großer Bedeutung sind."


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